Andreas Lorenz

Graduierungen und Ausbildungen

  • 6. Dan Jiu Jitsu
  • 1. Dan Kickboxing
  • Zertifizierter Personenschützer
  • Nahkampf im BFAK
  • Personal-Trainer Fitness
  • Functional Myofascial Trainer
  • Power Plate Advanced Trainer
  • Fachfortbildungen in Spitzensport, Functional Trainer, Rückentrainer, Osteoporose
  • Lehrer für Qi in Balance Qi Gong
  • ausgebildet in Warmölmassagen, medizinisch und dermatologisch geprüft (Helfra in Illertissen)

Vita

Geboren im Jahre 1971, begann sich Andreas Lorenz im Jahre 1977 mit der Kampfkunst zu beschäftigen. Er hatte das Glück, dass ihm ermöglicht wurde, regelmäßig in Bayreuth im Dojo von Schmidt Sensei zu trainieren. Dort erlernte er Muso Ryu Jiu Jitsu. Fasziniert von dieser Budo-Kunst ließ er sich bis 1985 von Schmidt Sensei unterrichten.

Im Sommer 1985 begann er, sich in Münchberg in Judo zu üben. Da dieser Budosport auf ihn nicht die gleiche Faszination ausübte, beendete er dieses Training nach einem Dreivierteljahr.

Danach folgte eine Probierphase in unterschiedlichen Kampfsportarten, die aber nie sein »Zuhause« werden konnten, z.B. Boxen, Kickboxen und Karate.

Nachdem er in der Folge nur noch auf verschiedenen Lehrgängen seinen Wissensdurst stillte und vergeblich nach traditionellem Unterricht wie bei seinem ersten Sensei suchte, schloss er sich im Januar 2000 dem Jiu-Jitsu Dojo in Selb unter der Leitung von Andreas Rübesam an. Durch einen Zeitungsbericht erfuhr er von einem Aikido-Lehrer in Marktredwitz. Er machte sich auf den Weg dort hin und sah sich das Training von Christian Büttner Sensei an. Er war begeistert von diesem Meister.

In ihm fand er einen neuen Lehrer ähnlich Schmidt Sensei. Büttner Sensei selbst nahm des öfteren in Japan (Iwama) Unterricht. Bei ihm konnte man den Flair eines wahren Dojo spüren. Büttner Sensei zählt für Andreas Lorenz zu den bedeutensten Lehrern überhaupt, mit seinem Wissen über die Kampfkunst, sowie seiner Art dieses zu unterrichten. Er nahm also neben dem Jiu-Jitsu auch am Training von Büttner Sensei Aiki Iwama Ryu teil. Durch Ihn fand er wieder auf seinen Ursprungsweg zurück. Büttner bestärkte ihn, selbst ein Dojo zu gründen, mit den Werten die ihm wichtig seien.

Im Nov. 2000 trennte sich Andreas Lorenz von Andreas Rübesam und im Jan. 2001 eröffnete er sein eigenes privates Dojo, nahm aber weiterhin Unterricht bei Büttner Sensei.

Im Juni 2001 erhielt Andreas Lorenz die goldene Medalie für besondere Verdienste im Budo Sport des Bayrischen Fachverband für asiatische Kampfkünste. Im Nov. 2001 gründeten Andreas Lorenz und einige Mitstreiter dann den Budokan e.V.

2002 wurde Andreas Lorenz durch den Japaner Hamada in die Dai Nippon Butoku Kai aufgenommen und durch Prinz Higashi Fushimi der 2. Dan Jiu-Jutsu anerkannt. Im Sommer nahm er an einer Ausbildung zum Personenschützer teil.

2004 war sehr erfolgreich, der Budokan e.V. nahm auf Wunsch der Schüler an Wettkämpfen teil. 10 seiner Schüler nahmen an der Süddeutschen Meisterschaft teil und kamen mit 10 Medalien nach Hause, 6 mal Gold, 3 mal Silber und einmal Bronze. Andreas Lorenz selbst kämpfte auf Free-Fight Turnieren. er konnte alle 18 Kämpfe für sich entscheiden, davon 16 vorzeitig beenden.

Im Januar 2005 verunglückte Andreas Lorenz schwer. Bei Umbaumaßnahmen schlugen ihm Teile einer Zwischendecke ins Genick und schädigten die Halswirbelsäule. Durch eine Operation in der Waldklinik Gera wurde ihm ein Titanstück in die Halswirbelsäule implantiert. Die Ärzte erklärten seine sportliche Laufbahn für beendet, da linksseitige Lähmungen für immer bleiben würden. Andreas Lorenz hatte keine Kraft im linken Arm, Gefühlsstörungen und insgesamt eine sehr schlechte Koordination. Nicht zuletzt durch den Zuspruch seiner Schüler, seines Freundes und Lehrers Christian Büttner Sensei und der Freunde aus dem Karate Dojo Gefrees fand er die Kraft, gegen seine Einschränkungen zu kämpfen und zu trainieren. Bereits nach zwei Monaten begann Andreas Lorenz wieder, Unterricht zu geben. Im September 2005 fuhr er dann mit seinem Schüler Franz Schubert zur verbandsoffenen Deutschen Meisterschaft der I.B.S.F. nach Bochum. Franz Schubert wurde Deutscher Junior Meister und Andreas Lorenz in der offenen Klasse Deutscher Meister.

2006 stellte sich Andreas Lorenz nochmals erfolgreich den technischen und körperlichen Herausforderungen der Prüfung zum 5. Dan.

Im Juli 2008 unterzog sich Andreas Lorenz einer weiteren Operation der Halswirbelsäule, bei welcher zwei Platten hinzugefügt wurden. Um nach diesem Eingriff einen Ansporn zu haben, bereitete sich Andreas Lorenz auf die Budo-Open Belgium Meisterschaft im März 2009 vor. Auf dieser konnte er dann gegen internationale Konkurrenten in zwei Disziplinen, Traditional Kata und Freestyle den ersten Platz gewinnen. Im gleichen Monat wurde er von der Deutschen Jiu Jitsu Union (größter deutscher Jiu-Jitsu-Fachverband) zum Bundessportreferenten gewählt. Im September 2009 gab Andreas Lorenz zusammen mit mehreren Schülern Vorführungen vor einem internationalen Prüfungskomitee. Hier zeigten sie aus dem Bereich der traditionellen Waffen Verteidigungen aus verschiedenen Distanzen und Angriffsvarianten sowie auch gegen mehrere Personen. Aus diesem Anlass heraus verliehen ihm Vlado Schmidt (Ungarn), Andrew McGill (Schottland), Franz Strauß (Österreich), Harry Böhmer (Deutschland) und Rainer Grytt (Deutschland) den sechsten Dan Renshi.

2010 konnte das Dojo in der Kirchenlamitzer Straße bezogen werden. Es war von des Budokan e.V. wunderschön gestaltet worden. Dass es keine Duschen und keine Heizung gab, hielt die Mitglieder nicht davon ab, fast jeden Tag zahlreich dort zu trainieren. Leider ging dieses Dojo im Mai 2013 nach dem Besitzerwechsel der Industriebrache und nachfolgender Kündigung durch den neuen Eigentümer verloren.

Im August 2013 schloss sich ca. ein Drittel des Vereins dem Judoclub Münchberg als Abteilung an. Der Judoclub bietet seinen Mitgliedern eine geheizte Halle mit Duschen und allem Komfort, die Trainingsathmosphäre konnte dort jedoch nicht annähernd an das Dojo in der Kirchenlamitzer Straße anknüpfen. Nichtdestotrotz wurde dort trainiert, drei hochfränkische Kampfkunstseminare abgehalten. Andreas Lorenz fuhr mit Schülern zweimal zum Löwencup, die Kinder konnten dabei kräftig Medaillen sammeln.

Aus gegebenem Anlass entschloss sich im August 2016 Andreas Lorenz, wieder eine eigene Kampfkunstschule zu eröffnen, diesmal in den Räumen des Fitnesscenter Positiv, Münchberg.